Konzerte und Veranstaltungen

dies ist unsere alte Seite. Für diejenigen, die sich hierhin verlaufen: schaut doch bitte bei kukuun.wordpress.com vorbei. Ansonsten sehen wir uns am Spielbudenplatz 22 !!
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Montag

Hamburger Morgenpost :: 13.11.2008

Das »Kukuun« entpuppt sich

JANE MASUMY

Von der Larve zum Schmetterling: Das Kukuun hatte sich lange genug verpuppt. Jetzt enthüllt der Musikclub mit Kulturprogramm sein neues 146-Quadratmeter-Zuhause in der Talstraße 9. "Als Live-Club ist das neue Kukuun perfekt - wunderbarer Sound, guter Schallschutz und eine große Bühne. Geplant von einem Architekten, der sonst Tonstudios baut. Damit haben wir ein Potenzial, das wir vorher vermisst haben." Keine Abschiedstränen. Betreiberin Julia Staron (38) ist begeistert von der neuen Location: "Jetzt haben wir einen richtigen Club! Davor hatten wir irgendwas dazwischen."

Davor - das waren fünf Jahre am Spielbudenplatz. Das ehemalige "Florida Art Hotel" wurde zum Wohnzimmer von Kukuun-Fans. Kunstausstellungen, Performances, Konzerte: von Heavy Metal bis Electro. "Wir operierten genre-übergreifend. Unser Publikum war nicht so sehr darauf festgenagelt, wer auftrat. Wichtig waren uns aber immer, dass die Abende den Besuchern etwas geben. Keine Ammer-Partys."

Konzerte waren nicht immer leicht: "Mehr als vier Leute passten nicht auf die Bühne", sagt Julia. Waschbecken in den Zimmern. Eine Dusche am Ende des Ganges - Charme und Begrenzung der ehemaligen Absteige.

Und weil das Hotel im ersten Stock einen Panoramablick auf den Kiez bot, nannten sie es "Kukuun" - einen Ort, wo man gemütlich durch die Fensterscheibe der Partywelt draußen zusieht. Orientiert am "Cocooning", englisch für "sich verpuppen" - einem Trend, den Forscher zu Anfang des 21. Jahrhunderts entdeckt haben wollten. In einer als bedrohlich empfundenen Welt verschanzen sich Leute zu Hause und kommunizieren über die Weiten des Webs.

Dann kam der Schock: Der Vermieter wollte die Räume zurück, die Kukuun-Freunde mussten raus aus dem Nest. Julia und Ehemann Olaf gründeten das St. Pauli-Stadtteilmagazin "Makrele" und machten die Redaktionsräume in der Talstraße 29 zum neuen Wohnzimmer.

Für das neue Kukuun wenige Häuser entfernt verhandelten die Betreiber: Die ersten sechs Wochen überließen sie den Laden als "L&M"-Club dem Philip Morris-Konzern, der sich dafür zu 30 Prozent am Ausbau des Clubs beteiligte. Vorwürfe, sie betreibe einen "Industrieclub" lässt Julia nicht gelten: "Ich hätte mir sonst keinen Schallschutz leisten können. Eine zeitlich begrenzte Partnerschaft mit der Industrie ist mir lieber, als bei der Stadt um Geld zu betteln."

Jetzt sind dem Kukuun Flügel gewachsen. Der alte war weiß, der neue Club ist schwarz. Donnerstag bis Sonnabend ist der neue Club geöffnet: mit Live-Bands und Top-DJs. Die Sonnabende werden elektronisch. Und sonntags will Julia Jazz einführen.

Morgen (20 Uhr, 8 Euro) weiht Singer-Songwriter Johannes Oerding den Club ein, danach legen Resident Napoleon und Jacob the Butcher Funk auf.

Am Sonnabend (21 Uhr, 8 Euro) spielt die Band "Swackness" Jazz, Rock und Soul. Funkige Scheiben drehen danach Supergid und Napoleon.

Ressort: HH Hamburg nachtschicht

Freitag

MOPO - 06.09.2007

4 FRAGEN AN JULIA STARON

1. MOPO: Herzlichen Glückwunsch zu eurem vierten Geburtstag. Vorallem deshalb, weil die Zukunft des Kukuuns lange unklar war.

JULIA STARON (Betreiberin): Endlich ist alles in trockenen Tüchern. Unser Vertrag wurde verlängert. Zwar will die Liegenschaft das Gebäude weiterhin verkaufen, aber wir sind guter Dinge.

2. MOPO: Kunstplattform, Karaokebar, Kulturzentrum - was wollt ihr eigentlich sein?

JULIA STARON: Das Kukuun ist für jeden etwas anderes. Das ist die Herausforderung. Bei uns sitzt das Rentnerpärchen neben dem Punk.

3. MOPO: Euer Team besteht aus 15 gleichberechtigten Mitgliedern. Wie klappt das ohne Streit?

JULIA STARON: Indem jeder seine klaren Verantwortungsbereiche hat. Das geht von der Getränkebestellung bis zur Glühbirne.

4. MOPO: Ein Kultur-Club mitten zwischen den Kneipen von St. Pauli. Das klingt wahnsinnig.

JULIA STARON: Das war es anfangs auch. Es hat Jahre gebraucht, ein Netzwerk aufzubauen.

Heute beginnt das viertägige Geburtstagsprogramm zum vierjährigen Bestehen des Kukuuns (Spielbudenplatz 22). Den Anfang (21 Uhr, Eintritt frei) machen "Ood & Band". Am Freitag (22 Uhr, 10 Euro) nehmen Allmostlive das Mikro in die Hand. Anschließend legen Napoleon und Grau auf. Am Sonnabend (21 Uhr, Eintritt frei) haben Swackness ihren großen Auftritt. Sonntag (21 Uhr, Eintritt frei) verausgabt sich Giorgi Kiknadze bei einer Jazz-Session. Mehr Infos zum Programm und zu den Künstlern unter: www.kukuun.com

Ressort: HH Hamburg nachtschicht

MOPO - 04.09.2007

Fernsehen vom Balkon

RALF LORENZEN

An der Reeperbahn reiht sich seit jeher Bühne an Bühne - doch die kleinste und originellste Spielstätte "schwebt" hoch überm Kiez und ist jetzt eröffnet worden: ein gerade mal vier Quadratmeter großer Balkon über der Kukuun Bar neben dem Schmidt Theater. Von hier aus senden Lars Kaufmann (29) und Johanna Leuschen (24) ab sofort täglich "balconytv".

"Das Format stammt aus Irland und hat sich dort innerhalb eines Jahres zum Kultprojekt entwickelt", sagt Johanna Leuschen, die ein Jahr in Dublin studiert hat. Nach dem Motto "keep it simple" filmen die beiden Balkonisten nun auch in Hamburg täglich einen anderen Künstler über dem Spielbudenplatz und stellen den Mitschnitt für 24 Stunden ins Internet. "Die Auftritte sind kurz, knackig und aus dem Leben gegriffen, ohne überkandidelten Perfektionismus," ergänzt Lars Kaufmann.

Heute hat Matthias Traumann (39) sein Vibraphon in den zweiten Stock gehievt und mit Ach und Krach auf dem kleinen Balkon platziert: "Hier muss ich mit wenig Mitteln und in kurzer Zeit zeigen, was ich zu sagen habe. Ich hoffe, dass mich so Leute kennen lernen, die mich sonst nicht entdecken würden."

Damit entspricht der Musiker und Komponist genau dem gewünschten Profil: " Wir stellen eine Pattform für Künstler her, die sich alternativ präsentieren wollen.", sagt Johanna Leuschen. "Das müssen nicht Newcomer sein, Paul McCartney würden wir nicht wegschicken, denn je mehr Aufmerksamkeit die Seite bekommt , desto mehr Beachtung erhalten dann ja auch die Künstler." Nicht nur Musiker, auch anderte Künstler, vom Bauchredner bis zum Schwertschlucker, können sich bewerben. Willkommen ist auch, wer ein interessantes Projekt vorstellen möchte. Wie z. B. St. Pauli-Spieler Benjamin Adrion, der auf dem Balkon für seine Initiative "Viva con Agua" geworben hat.

"Gewisse Qualitätsstandards müssen aber erfüllt werden. Und Höhenangst ist auch nicht von Vorteil." Geld wird mit der Website noch nicht verdient, Spaß und Experimentierfreude stehen für die beiden Absolventen des Studiengangs Medienkultur im Vordergrund. "Es ist faszinierend zu sehen, was für ein kreatives Potenzial da draußen ist. Und das der Welt zu zeigen, ist eine große Belohnung für einen selbst", sagt Johanna Leuschen.

Der Hamburger Balkon soll nach der Startphase kontinuierlich ausgebaut werden. Neben der Verarbeitung als Podcast sind auch Sonderveranstaltungen geplant, die balconytv zu einem Künstlerportal machen sollen. Die geheimsten Träume der beiden Macher gehen aber weit über die Hansestadt hinaus, wie Lars Kaufmann schließlich verrät: "Wir möchten ein Balkon-Netzwerk über die ganze Welt spannen."

Info:
www.balkonytv.de Das Web-TV-Format balconytv.com wurde 2006 von Stephen O'Regan, Tom Millet und Pauline Freeman über der Dame Street in Dublin aus der Taufe gehoben. Die Dubliner Gründer haben bislang über 400 Sendungen produziert und im März den Best Music Webpage Award der Irish Digital Media Awards gewonnen. Der deutsche Ableger balconytv.de kommt aus Hamburg und ist seit dem 1. September 2007 mit wechselndem Programm online. Mitmachen können Newcomer und gestandene Künstler. Alle Auftritte werden bei youtube.com archiviert. Bewerbungen an johanna@balconytv.de.

Zitat:
"Die Auftritte sind kurz und aus dem Leben gegriffen" Lars Kaufmann

Ressort: digatrend local heroes

MOPO - 04.05.2006

Fred Timm (38), Extrem-Liedermacher

Seit ich im Kinderkrankenhaus Altona das Licht der Welt erblickte, bin ich Hamburg treu geblieben. Erfolgreich widerstand ich allen Abwerbungsversuchen aus dem hippen Berlin, und ich denke, besser kann man die Liebe zu seiner Heimatstadt kaum ausdrücken. Natürlich schätze auch ich an Hamburg das, was alle schätzen, den Hafen, Kiez, die Schanze etc., aber gerade als Musiker fühle ich mich hier besonders wohl. Es gibt viele aufregende Künstler/innen, das Publikum ist fantastisch und die Clublandschaft vielfältig.

Da gibt es ja das gute, alte Logo (Grindelallee 5), wo ich selbst einst gearbeitet habe und inzwischen regelmäßig mit meiner Band, den "Monsters of Liedermaching", auftrete, das Fundbureau an der Max-Brauer-Allee (dort besonders empfehlenswert: die Datscha-Partys), das Indra an der Großen Freiheit und auch das Schmidt Theater am Spielbudenplatz, wo ich regelmäßiger Gast der legendären Mitternachtsshow bin und nun sogar Teil der "SchmidtCom! Royal"-Show sein darf. Nach meinen Schmidt-Auftritten hänge ich gerne noch an der Hausbar ab und kann mit etwas Glück Pauli-Präsi Corny Littmann beim Fachsimpeln mit Trainer Andreas Bergmann belauschen (und das als HSV-Fan!). Nun gut, anschließend gehe ich meistens noch ins benachbarte Kukuun: gute Cocktails und ein herrlicher Blick über die Reeperbahn. Da geht was ...

Ich habe schon in vielen Ecken Hamburgs gewohnt, und inzwischen hat es mich meinem Alter angemessen ins eher beschauliche Klein Flottbek verschlagen. Umringt vom Botanischen Garten, zahllosen Rentnern und dem Jenischpark kann ich hier herrlich vom Tournee-Stress relaxen und die Seele baumeln lassen. Wenn es mir dann doch zu langweilig wird, besuche ich meinen Kumpel Arne bei "Rekord" am Schulterblatt (guter Plattenladen), gehe mit meinen Monster-Kollegen im "Lüttn Grill" (Max-Brauer-Allee 227) das "one and only" halbe Hähnchen essen oder trinke im "Down under" (Grindelallee 1) meinen geliebten White Russian.

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich extra mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof fahre und bei "Le Crobag" in der Wandelhalle Croissants kaufe, denn dort arbeitet der mit Abstand netteste Brötchenverkäufer, den ich kenne. Bei Käsebaguette schau ich dann den Leuten zu, die gehetzt die Züge ins hippe Berlin besteigen und freu mich, dass ich das nicht muss. Denn eines ist mal klar: Hamburg hat Charme, gar keine Frage.

Fred Timm bei "SchmidtCom! Royal": 4.-6.5., jew. 20 Uhr, Schmidt Theater, Spielbudenplatz 24-25, 12,10-35,20 Euro, Tel. 31 77 88 99

Ressort: extrablatt plan7

MOPO - 02.03.2006

TIPPS

Ein Kiez-Buch feiert Premiere

Seit Ende Februar ist es auf dem Markt: "St. Pauli - Streifzüge auf dem Kiez", herausgegeben von der Kurverwaltung St. Pauli. Am heutigen Donnerstag, 2.3., lesen zehn Autoren (unter anderen Harry Rowohlt und Robert Brack) in der Bar des Kukuun Kunstraums jeweils zehn Minuten aus ihren Geschichten vor.

2.3., 20 Uhr, Kukuun Kunstraum, Spielbudenplatz 22, 5 Euro

MOPO - 07.09.2005

»In diesem Programm ist mein Herzblut drin«

MIRIAM KAEFERT

Wenn Lucie Völcker auf der Bühne steht, dann heißt sie Gabriele Singer. Die blinzelt schief hinter dicken Brillengläsern hervor, singt komische Lieder und macht irgendwie alles falsch im Leben. Das macht Lucie mit "Gabrieles Universum - oder Ich heirate meine Schreibmaschine" nicht. Ihr "Ein-Frau-Musical" ist glücklicherweise kein "total witziges, voll irres Comedy-Ding" zum Weglachen. Hauptfigur Gabriele ist nämlich ein ziemlich armes Hühnchen. Was allerdings auch des Öfteren sehr komisch ist.



Worum gehts? Die 28-jährige Lucie gibt in ihrer Show die 35-jährige Gabriele Singer, eine komisch-verzagte "Sekretarierin" ("Sekretärin und Vegetarierin") mit dicker Brille und dünnem Selbstbewusstsein. Gabi hat viel Kummer mit den Männern - obwohl sie doch in einem Akt der Verzweiflung ihre Schreibmaschine "Norma" geheiratet hat. Die steht ihr schweigend bei, wenn sie Johnny, den Matrosen beweint, der sie schäbig verlassen hat. Ihr Kummer entlädt sich zur Freude des Publikums musikalisch, also schmettert sie dem treulosen Seemann ein "Geh doch aufs Schiff" hinterher - zur Melodie von "I will survive". Immerhin, ein Mann ist den ganzen Abend an ihrer Seite: Klavierspieler Sven Panne, der sie virtuos durch ihre persönlichen Tief- und musikalischen Höhepunkte begleitet.



Bei jeder Vorstellung im "Kukuun" liegt Lucies Gästebuch auf dem Tresen. Schließlich ist die Meinung des Publikums das Wichtigste. Wenn Lucie darin liest, "dann wird mir immer ganz warm ums Herz". Kein Wunder: Euphorische Lobeshymnen ("Das war Seelenmusik") und Liebeserklärungen an Gabriele ("Die ist ja genau so wie ich").


Das freut die Künstlerin natürlich. Aber Gabriele, nein Lucie, ist sowieso überzeugt von ihrem "Ein-Frau-Musical". Und stolz darauf. "Das Programm stammt hundertprozentig von mir, da ist mein Herzblut drin." Und das soll das Publikum merken, "auch wenn es nicht bei jeder Vorstellung hundert Leute sind." Das wird sich nämlich bald ändern, "da bin ich mir sicher."

Info:
"Gabrieles Universum", jeden Freitag, 21 Uhr im Kukuun, Spielbudenplatz 22, 6/8 Euro, Tel. 314393

Ressort: /nachrichten/hamburg/kultur_mopop

MOPO - 14.03.2005

Leinwandstars im Literatur-Rausch

ARNE PFLUGRAD, LAURA SOPHIE BRAUER

Ein ganz neuer Zeitvertreib für Filmstars und ihre Fans. Gleich drei Mimen machten am Wochenende in Hamburg Station und rührten in der Buchstabensuppe. Den Anfang machte Top-Actrice Nina Petri auf der Reeperbahn. Im Kunst-Hotel Kukuun weihte sie das neue Max-Schmeling-Gedächtniszimmer ein und gab Handfestes zum Thema Boxen zum Besten. Dem K.o. nach der zwölften Seite folgte ein Schlagabtausch mit DJ Michele und DJ Liebevoll.

MOPO - 08.04.2004

Sehnsucht ohne Endstation

ARNE PFLUGRAD

Es gibt keine Zimmermädchen, keinen Direktor und keinen Pool. Dennoch gilt diese Herberge in Szenekreisen als Top-Adresse. Schon vor der offiziellen Eröffnung am Sonnabend (22 Uhr, 5 Euro) mit den "Perlboot"-DJs sind 80 Prozent der Zimmer vergeben.



Das Geheimnis? Die Lage: am Spielbudenplatz 22. Der Blick: durch die Glasfassade direkt auf die sündige Meile. Die familiären Schwingungen: verbreitet durch die Betreiber Julia Hennings, Jochen Gerlach und drei Azubis im Mini-Betrieb. Primär jedoch die gelungene Verquickung von Gastro und Kreativität. Das "Kukuun" serviert "KUnst, KUltur und UNterhaltung" - auf drei Etagen, in puristischem Design.



"St. Pauli ist ein Sehnsuchtsträger", erklärt Julia. "Wir dehnen den Begriff und bieten Schutzräume, um diese Sehnsucht ohne Neon und Lärm zu erleben." Übersetzt: Das Hotel verfügt über elf Zimmer, die ihre eigene Geschichte erzählen. So verbindet "Manndecker" Fußball und Erotik, in Grün und Weiß, mit Kunstrasen und Pornobildern. In "Reflexion" sieht sich der Gast in tausend Spiegeln, in "Requiem" wird er brutal mit den Symbolträgern Blut, Braut und Rollstuhl konfrontiert (EZ/DZ: 35-40 bzw. 70-80 Euro pro Nacht, Frühstück ab 1,50 Euro). Die "Hotelbar" und der "Microclub" bringen die Realität zurück, bieten Lesungen, Comedy, Film-Events, Konzerte und Partys an sieben Tagen in der Woche. Meist ist der Eintritt frei!



Montags steigt das Kasinospiel "Jackpot", dienstags Spiele und Gedichte im "Labor", mittwochs Schauspiel und Livemusik auf dem "Kunstrasen" oder Komik mit Host Yared Dibaba im legendären "Freizeitklub". Donnerstags "Tanzfritz" mit DJ Tagesmutter und Napoleon, freitags "Phonarium" und "Bügelbrett" mit DJ Liebevoll und Michele, am Sonnabend DJ Tim und Pfingsten im Wechsel. Highlight im April: das Set des DJ-Duos "Funky Beast" am 17.4. (22 Uhr). "Zudem ist unsere erste Compilation in Arbeit", so Julia. "Vielleicht sogar ein eigenes Label." Konkrete Pläne, Zukunftsmusik - und eine gesunde Prise Sehnsucht.

- Die MOPO verlost 3x2 Tickets zum Grand-Opening am 10.4. Heute E-Mail an: kontakt@kukuun.com

Ressort: /nachrichten/hamburg/stadtgefluester

MOPO - 31.03.2004

Literatur-Spielwiese auf der Reeperbahn

BRIGITTE SCHOLZ

Sogar eine "Weltpremiere" erwartete die Besucher des letzten Abends. Erstmals stellte der Schauspieler, Drehbuchautor und Hörspiel-Sprecher Oli Boettcher seine eigenen Kurzgeschichten der Öffentlichkeit vor.



Spannende, witzige Stories über ungewöhnliche Begegnungen, wie die zwischen dem großen Lober und dem Lästermaul sowie kleinere Liebes- und Herzgeschichten. Highlight: "Die Achtzehn", eine pointierte Schilderung einer Kurzzeitbeziehung. "Sie war klasse - und ich zu jung ..." bei Oli Boettchers lockerer Lesung steigt die Stimmung unter den Zuhörern.



"Wir sind neugierig auf das, was die Leute im stillen Kämmerlein so schreiben, und immer auf der Suche nach spannenden Autoren, die Lust haben, ihre Werke zu präsentieren", sagt Lukas Kaiser. Zusammen mit Marius Ceteras rollt der Germanistikstudent mit Mojo-Club-Erfahrung seit November letzten Jahres einmal monatlich den "Kunstrasen" aus.



Die unkommerzielle literarische Spielwiese, auf der sich vor allem der noch unbekannte Nachwuchs tummelt, sei besser angelaufen als erwartet, erzählt der 25-Jährige, der auch Krimi-Autor Gunter Gerlach ("Der Haifischmann") und Feridun Zaimoglu schon am Rednerpult auf der kleinen Bühne begrüßen konnte. Obwohl keine Gagen gezahlt werden - die Künstler kommen gern. Im familiären Rahmen genießen sie den Kontakt zum Publikum. Und das genießt die bunte Mischung aus Literatur, Schauspiel und Live-Music, die von Fabian Bernhard moderiert wird. Zum Vormerken: Für die nächste Veranstaltung (21.4.) ist ein Artur-Becker-Special geplant.

Info:
Kunstrasen im Kukuun, Spielbudenplatz 22, Eintritt 5 Euro, Infos unter kunstrasen@hotmail.de

Ressort: /nachrichten/hamburg/kultur_mopop

MOPO - 22.01.2004

TIPP 4: Der Freizeitklub ist zurück. Nach Chinalounge und Café Keese findet das Unterhaltungs-Event jetzt jeden zweiten Mittwoch im Monat (20 Uhr) im Kukuun (Spielbudenplatz 22) statt. Ressort: /nachrichten/hamburg/stadtgefluester

MOPO - 22.01.2004

Nuit Privée - Kukuun

Platten-Diva Super Zandy legt zu pornografischen Stummfilmen in der dekorierten "Viva La Resistance"-Lobby des Kukuun auf. In acht Zimmern darf gefummelt werden.

Sonnabend: Spielbudenplatz 22, (23 Uhr, 8 Euro)

Abendblatt/Hamburg LIVE 25. Februar 2005

Karaoke-Partys in Hamburg

Party: Die neue Leidenschaft alter und junger Hamburger Kneipengänger heißt Karaoke

Lange Zeit war Karaoke in Deutschland als zweifelhaftes Freizeitvergnügen verschrien. Es war alkoholisierten Stammtischrunden vorbehalten, in schummrigen Kaschemmen den Wolfgang Petry in sich zu entdecken. Der gemeine Klubgänger wollte damit nichts zu schaffen haben. Doch was in asiatischen Ländern wie Japan seit Jahren zur Lieblingsbeschäftigung der Nachtschwärmer gehört, findet auch in Hamburg immer mehr Anhänger. Trash-Karaoke-Bars wie die Thai Oase locken stetig mehr Freizeit-Barden an die Mikros. Jetzt hat sich der Trend sogar bis in die Klub-Szene fortgepflanzt. Ab sofort können Hobby-Chansonniers jeden Mittwoch ab 21 Uhr bei der Talentschmiede im Kukuun ihre Stimme erheben. Noch keinen festen Termin haben die Kamikara Klub-Partys: Die familiäre Karaoke hat bereits zweimal mit Erfolg textsichere Laien-Sänger ins 27m2 gelockt. Und wer sich doch für Grölen mit Stammtisch-Touch begeistert, der ist donnerstags in der Rutsche richtig: Es lebe Wolfgang Petry!

Abendblatt/Hamburg LIVE 12. Mai 2005

Viva "Las Pauli"!

Im Spielerparadies Las Vegas hat unlängst das teuerste Hotel der Welt eröffnet. Toll! Wir in Hamburg gehen lieber ins Kukuun (Spielbudenplatz 21). Dort ist am 13. 5. (22 Uhr) bei Las Vegas meets St. Pauli das Neonparadies mit allen Vorzügen eingezogen: Shelvis, Casino- und Heiratsraum, Rat-Pack-Karaoke und DJ Francesco Fantasia. Viva "Las Pauli"!

cmb erschienen am 12. Mai 2005

Abendblatt/Hamburg LIVE 17. Mai 2005

Party-Nachlese

NOCH MAL Las Vegas ist lässig und war am Freitag zu Gast im Kukuun (Spielbudenplatz 22) bei "Las Vegas meets St. Pauli". Außer der animierenden Show vom deutschen Zop-Elvis-Imitator Shelvis wurde in den Designer-Räumen noch was geboten: hier Black-Jack-Spielen (ohne echtes Geld), da Heiraten (ohne echten Trauschein) und dort Sich-Tätowieren-Lassen (echt!). DJ Francesco Fantasia legte Crooner-Kram und Disco auf. Tolle Party mit Erlebniswert. Bitte noch mal!

Abendblatt/Hamburg LIVE 27. Oktober 2005

Das harte Schicksal einer Plastikschönheit

Die Fotoausstellung "Kunstprojekt Barbie" im Kukuun Kunstraum

Die arme Puppe Barbie. Seit Jahrzehnten ist sie das Idol der kleinen Mädchen, die das große, verheißungsvolle Leben herbeisehnen, mit all seinem vermeintlichen Glanz und der knisternden Erotik - und für diese Projektionsrolle muß die Plastikschönheit büßen. Die Krefelder Fotodesignerin Susann Pfeiffer läßt an Barbie kein gutes Haar. Zerzaust und beschnipselt steht die prächtige Mähne störrisch auf dem Kopf oder fehlt ganz. Kein Kleid bedeckt mehr ihre überschlanke Traumfigur. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, wird ihr Gesicht mit Kritzelstrichen ausgelöscht. Bäuchlings liegt sie im Modder - Überlebenstraining? Ermordet?

-->Barbie muß niemand gefallen. Zu dünn, zu sexy, zu gewöhnlich lauten die Anklagepunkte ihrer Gegner. Sie treffen zu. Diese Eigenschaften rechtfertigen aber solche Mißhandlungen nicht, und werden sie auch nur im Bild gezeigt. Aus ihnen spricht ein latenter Sadismus, der gefährlicher ist als die Puppe Barbie mit ihrer materiellen Prägung.

Kunstprojekt Barbie Fotos von Susann Pfeiffer, 29.10.-18.11., So- Do 20.00-1.00, Fr, Sa 20.00-3.00, Kukuun Kunstraum (U St. Pauli), Spielbudenplatz 22, Eintritt frei

e.p. erschienen am 27. Oktober 2005

Abendblatt/Hamburg LIVE 19. November 2005

BENEFIZ Die große Aids-Wohltätigkeitsgala auf Kampnagel wurde leider abgesagt, dafür hilft der Kiez. Unter dem Motto Kiez hilft - Vergessen nicht treten an diesem Sonnabend im Kukuun Kunstraum (Spielbudenplatz 22) unter anderem Käthe Lachmann und Michael Smallwood auf. Der Eintritt für den guten Zweck kostet 20 Euro.

Abendblatt/Hamburg LIVE 8. Dezember 2005

Der perfekte DJ

Ja, es gibt ihn: den perfekten DJ. Oder genauer: den perfekten DJ, wenn einen mal wieder die Tanzwut packt, die sich jenseits von Elektro-Gebiepe entfaltet: Illya heißt der famose Herr, am 10.12. (22 Uhr) lädt er zu Illya Plays For Pussycats ins Kukuun (Spielbudenplatz 22): Ein bißchen Elvis, ein bißchen Bossa, schön viel Swing und jede Menge Groove - geht tanzen, Leute!

Abendblatt/Hamburg LIVE 13. Januar 2006

Ein-Frau-Musical

Kleinkunst: Gabrieles Universum

Ihre Schreibmaschine hat Gabriele Singer in Hamburg schon in mehreren Sälen aufgestellt. Seit einigen Monaten steht "Norma", so deren Name, regelmäßig freitags im Kukuun am Spielbudenplatz. Gabi ist eine komisch-verzagte "Sekretarierin" (Sekretärin und Vegetarierin), trägt normalerweise eine Brille mit dicken Gläsern und hat Kummer mit den Männern. Nur ihre Schreibmaschine, die Gabriele aus lauter Verzweiflung sogar geheiratet hat, steht ihr schweigend bei. Und natürlich Sven Panne - er heißt wirklich so! -, der im Ein-Frau-Musical Lucie Völckers ihren Kummer am Klavier begleitet.

Gabrieles Universum jeden 1., 2. und 4. Fr, jew. 21.00, Kukuun (U St. Pauli), Spielbudenplatz 22, T. 31 43 93, Karten zu 10,-/8,- (Vvk.)

Abendblatt 9. Februar 2006

Lucie Völcker: Hornbrille statt Hirschgeweih

Was hat dich zu "Gabrieles Universum" inspiriert?

Mein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Das eigene Leben erzählt einfach die besten Geschichte, und die kommen direkt aus dem Herzen! Ich erlebe die Dinge, und Gabriele erzählt dann, wie es wirklich war.

Kannst du überhaupt Schreibmaschine schreiben?

Ich muß gestehen, daß ich noch übe, aber ASDF JKLÖ hab' ich schon hinter mir! Ich habe mich für die Schreibmaschine entschieden, bevor ich sie wirklich beherrschte, und jetzt gibt es kein Zurück mehr! Das Geräusch ist einfach berauschend!

Hamburgs bester Club?

Natürlich das Kukuun am Spielbudenplatz, welches mir eine Basis für "Gabrieles Universum" bietet und immer wieder mit guter Musik überzeugt - und Herren Simpel am Schulterblatt, weil mich auch nur ein Blick auf diese wundervolle Tapete zum Lächeln bringt! Danke!

Beste Konzert-Location?

Der Stadtpark!

Bestes Album aller Zeiten?

"Diamonds On The Inside" von Ben Harper.

Dich nerven . . .?

Luftschlösserbauende Galaoschlürfer, die gute Ratschläge in meinen Vorgarten werfen, anstatt in ihrem eigenen Klarschiff zu machen!

Dich erfreuen . . .?

Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen und Kulturen an unterschiedlichsten Orten.

Schreibmaschine? Laptop?

Lucie: Laptop. Gabi: Schreibmaschine. Beides ist tragbar!

Horn- oder Sonnenbrille?

Lieber ein Horngestell auf der Nase als ein Hirschgeweih über dem Allerwertesten!

HSV oder St. Pauli?

St. Pauli. Aber ich habe keine Pullis, Becher oder Wollschals, derer ich mich rühmen könnte!

erschienen am 9. Februar 2006

Abendblatt/Hamburg LIVE 20. Februar 2006

DRECKIGER KIEZ Die Reeperbahn stank schon immer nach und ertrank schon immer im Müll, am Wochenende war es - Ver.di sei Dank - so riiichtig lecker. Abfallberge, Fortuna-Düsseldorf-Fans . . . ohne Worte. Schnell irgendwo rein. Ins Mandarin-Kasino (Reeperbahn 1) zu den Mojo-Original-Jazzrockers? Nein, Schlange zu lang (bis auf die Straße). Hörsaal (Spielbudenplatz 7)? Zu laut. Zu voll. Die Rettung war das Kukuun (Spielbudenpl. 22): halbvoll, entspannt und schön geschmackssichere Sounds von Blondie bis Grace Jones. Puh!